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Kinder verlängern das Leben

Wer Kinder hat, lebt länger als Kinderlose. Dies konnte durch eine Studie des Max-Plank-Instituts für demografische Forschung erneut bestätigt werden. Den Forschern standen hierfür die Daten von über vier Millionen schwedischen Männern und Frauen zur Verfügung. Da das Ergebnis zur Langlebigkeit nicht nur für leibliche Mütter, sondern auch für Väter und insbesondere auch für Adoptiveltern gilt, können nicht nur rein biologische Aspekte wie Schwangerschaftsverlauf, Geburt und Stillzeit ausschlaggebend sein. So steigt zum Beispiel bei Eltern, die ein Kind adoptieren, die Lebenserwartung um drei Jahre, bei zwei oder drei Adoptivkindern sogar um fünf Jahre.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass neben Gesundheit, finanziellem Auskommen und Bildung, die eine Bereitschaft zur Familiengründung von vorne herein begünstigt, auch weitere Aspekte eine Rolle spielen. Für die bisherige Annahme, dass eine hohe Kinderzahl eine bessere Versorgung der Eltern im Alter gewährleistet und sich hierdurch auch die Lebenszeit verlängert, konnten keine ausreichenden Belege gefunden werden. Ausschlaggebend ist nicht allein die Anzahl der Kinder, sondern auch der Bildungsstand der Eltern. Festgestellt wurde unter anderem, dass die Lebenserwartung von leiblichen Mütter ohne Abitur mit zwei Kindern am höchsten ist, für Mütter mit Universitätsabschluss hingegen mit vier Kindern.

Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass Eltern mit der Geburt ihrer Kinder insgesamt einen gesünderen und bewussteren Lebensstil pflegen als Kinderlose. Im Vergleich zu diesen verunglücken Eltern weniger häufig und leiden seltener an Kreislauf-Erkrankungen. Kinder haben somit einen positiven Effekt auf Gesundheit und Lebenserwartung ihrer Eltern.

Erfahren Sie hier mehr zur Studie "Wie Kinder die Lebenserwartung der Eltern beeinflussen".