Baby auf dem Wickeltisch.

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Impfung gegen Keuchhusten

04.06.2024

In Bayern sind nach aktuellen Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) in diesem Jahr bereits 1.168 Keuchhusten-Fälle bekannt geworden. Das sind rund 800 Fälle mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) wirbt deshalb das StMGP für einen Impfschutz vor dieser hochansteckenden Krankheit.

Besonders für Früh- und Neugeborene kann eine Infektion mit Keuchhusten (Pertussis) ein gesundheitliches Risiko darstellen. Bei Säuglingen ist es oft schwierig, diese als solche zu erkennen, da die Erkrankung in der Regel atypisch verläuft. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher Schwangeren seit dem Frühjahr 2020 die Impfung gegen Pertussis ab der 28. Schwangerschaftswoche. Die Empfehlung gilt bereits im zweiten Trimester, wenn die Gefahr einer Frühgeburt besteht. Die Impfempfehlung ist auch im Mutterpass aufgenommen.

Laut STIKO übertragen sich bei einer Keuchhusten-Impfung im dritten Trimester der Schwangerschaft die schützenden mütterlichen Antikörper auf das Ungeborene. Die Impfung schützt dadurch sowohl die Schwangere als auch das ungeborene Kind vor einer Erkrankung und den damit verbundenen möglichen Komplikationen wie Lungenentzündungen oder im schlimmsten Fall Atemstillstand.

Zudem kann ein gesundes und vollständig geimpftes Umfeld ebenfalls zum Schutz von Neugeborenen beitragen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene sollten laut Empfehlung der STIKO gegen Pertussis geimpft sein. Für die Grundimmunisierung im Säuglingsalter werden drei Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten mit einem Kombinationsimpfstoff empfohlen, der gleichzeitig auch noch gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B schützt. Auffrischungsimpfungen erfolgen dann im Alter von 5 bis 6 Jahren und nochmals im Alter von 9 bis 16 Jahren. Allen Erwachsenen wird eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten empfohlen, die bei der nächsten fälligen Auffrischung des Impfschutzes gegen Tetanus und Diphtherie als Kombinationsimpfstoff verabreicht wird.