Vater mit Säugling auf dem Arm, Füßchen nach vorn gerichtet, Gesichter sind nicht zu erkennen.

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Impfempfehlung gegen Meningokokken

29.06.2026

Meningokokken-Infektionen sind zwar in Deutschland selten, können aber innerhalb weniger Stunden einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. So können sie zum Beispiel eine bakterielle Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen. Von einer Meningokokken-Infektion sind Säuglinge im ersten Lebensjahr und Kleinkinder oder Jugendliche am häufigsten betroffen. Die Stiftung Kindergesundheit weist deshalb auf die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung sowie auf die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) hin.

Verursacht werden Meningokokken-Erkrankungen durch Bakterien. Dabei werden 12 verschiedene Untergruppen aufgrund unterschiedlicher Oberflächenstrukturen unterschieden, sogenannte Serogruppen. In Deutschland dominieren derzeit die Serogruppen B und Y. Sie werden bei engem Kontakt über Tröpfcheninfektion übertragen.

Die STIKO empfiehlt seit 2024 allen Säuglingen ab einem Alter von zwei Monaten eine Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe B. Versäumte Impfungen sollen bis zum fünften Geburtstag erfolgen. Seit 2025 wird zusätzlich eine Impfung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren gegen die Serogruppen A, C, W und Y empfohlen. Versäumte Impfungen sollen bis zum Alter von unter 25 Jahren nachgeholt werden.

Die Stiftung Kindergesundheit empfiehlt, den Impfstatus regelmäßig zu überprüfen und die aktuellen STIKO-Empfehlungen zu berücksichtigen. Eine konsequente Umsetzung der Impfempfehlungen sowie eine rasche Behandlung im Verdachtsfall sind entscheidend, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern.

 

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