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Vergiftungsrisiken bei Kleinkindern: Das sollten Eltern wissen
17.04.2026
Mit dem Frühling beginnt für Kinder eine aufregende Zeit voller Entdeckungen und neuer Erfahrungen. In den Gärten und Anlagen grünt und blüht es nun wieder. Doch vieles, was wunderschön anzusehen ist, birgt auch Gefahren. Besonders Kleinkinder zwischen ein und drei Jahren probieren und zerkauen alles, was in mundgerechter Größe ist. Einmal kurz nicht aufgepasst und im nächsten Augenblick stecken sie sich eine giftige Beere in den Mund.
Beim Verdacht, dass das Kind eine gefährliche Menge einer giftigen Pflanze oder anderer giftiger Substanzen eingenommen haben könnte, sollten Eltern auf keinen Fall erst auf eventuelle Anzeichen einer Vergiftung warten, sondern sich so schnell wie möglich mit einem Giftinformationszentrum in Verbindung setzen. Die dortigen Beraterinnen und Berater können meist sofort sagen, ob eine akute Gefahr besteht und was gegebenenfalls zu unternehmen ist. Wenn ein Kind allerdings bereits Symptome wie Übelkeit oder Erbrechen zeigt, sollte es so schnell wie möglich zur Kinderärztin oder zum Kinderarzt oder direkt in die Notaufnahme einer Klinik gebracht werden.
In vielen Haushalten kursieren zudem noch immer Mythen darüber, was im Falle einer möglichen Vergiftung zu tun ist. Warum gut gemeinte Maßnahmen wie das Auslösen von Erbrechen sogar zusätzlich schaden können, wird in der neuen Folge des Wissenschaftspodcasts „Risiko“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zum Thema „Vergiftungsunfälle bei Kindern: Was im Ernstfall zu tun ist“ erläutert.
Seit Anfang 2026 füllt sich am BfR mit dem Deutschen Vergiftungsregister (DVR) eine zentrale Datenbank zu Vergiftungsunfällen. Hier fließen zukünftig die Vergiftungsmeldungen aus den Giftinformationszentren, den Berufsgenossenschaften und die ärztlichen Mitteilungen zusammen. Durch die systematische Auswertung der Daten können Präventionsmaßnahmen verbessert, Warnhinweise schneller ausgesprochen und gesundheitliche Risiken frühzeitig erkannt werden. Damit leistet das Register einen wichtigen Beitrag dazu, Vergiftungsunfälle zu verhindern und im Ernstfall schneller reagieren zu können.
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Hier gibt es mehr Infos
Zum BfR-Podcast „Vergiftungsunfälle bei Kindern: Was im Ernstfall zu tun ist“
Zur Vergiftungs-App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ des BfR als Informations- und Nachschlagewerk für Vergiftungsunfälle bei Kindern. Im Notfall kann direkt aus der App ein für das jeweilige Bundesland zuständiges Giftinformationszentrum angerufen werden.
