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Muttermilch abpumpen – so funktioniert`s
09.03.2026
Es gibt viele gute Gründe, warum eine stillende Mutter zeitweise ihr Baby nicht stillen kann. Sei es, weil sie unterwegs oder erwerbstätig ist oder Medikamente einnehmen muss. Mit einem Vorrat an Muttermilch können diese Zeiten gut überbrückt werden. Zudem fördert das Abpumpen auch die Milchbildung. Das Netzwerk Gesund ins Leben gibt Tipps, was beim Abpumpen zu beachten ist.
Für gelegentliches Abpumpen und die Gewinnung kleiner Mengen hat sich das Ausstreichen per Hand oder die Hand-Milchpumpe bewährt. Eine elektrische Pumpe, die von Apotheken und Sanitätshäusern ausgeliehen werden kann, ist bei häufigem Abpumpen sowie zum Aufbau der Milchbildung sinnvoll. Egal ob die Muttermilch per Hand oder Pumpe gewonnen wird, es braucht etwas Zeit und Übung. Unterstützung bieten Hebammen und Stillberaterinnen.
Das Netzwerk Gesund ins Leben gibt Tipps:
- Hygiene: Hände und Fingernägel gründlich mit Wasser und Seife waschen. Zum Abtrocknen eignen sich Papierhandtücher oder ein Handtuch, das täglich gewechselt wird. Brust und Brustwarzen müssen nicht speziell gereinigt werden.
- Vorbereitung: Pumpzubehör und Behälter zum Auffangen oder Aufbewahren der Milch sauber gespült bereitstellen. Möglichst direkt in das Gefäß abpumpen, in dem die Milch aufbewahrt wird. So werden Verunreinigungen beim Umfüllen vermieden.
- Abpumpen: Den passenden Pumpaufsatz mittig auf die Brustwarzenregion setzen und die Pumpe gemäß der Gebrauchsanweisung des Herstellers bedienen. Bei der elektrischen Pumpe mit einem niedrigen Vakuum bei hoher Frequenz beginnen. Sobald die Milch fließt, die Saugfrequenz verringern und das Vakuum erhöhen – so wird schneller mehr Milch gewonnen. Welche Einstellung am besten passt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Hier lohnt es sich, auszuprobieren, wie es am besten funktioniert.
- Säubern: Nach jedem Gebrauch Pumpset und Behälter mit Spülmittel und heißem Wasser reinigen. Danach unter fließendem Wasser abspülen und alle Spülmittelreste abwaschen. Mit einem Papierhandtuch oder an der Luft trocknen lassen. Alternativ in der Spülmaschine bei mindestens 65 Grad Celsius spülen. Eine heißere Reinigung ist möglich, aber nicht nötig.
