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Mehr Bewusstsein für Endometriose schaffen
02.03.2026
Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Dabei wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Die Symptome reichen von Unterleibsschmerzen, starken Monatsblutungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Blasen- und Darmproblemen bis hin zur ungewollten Kinderlosigkeit.
Zum Start des internationalen „Endometriose Awareness Month“ im März wirbt Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach für eine stärkere Aufklärung über die Krankheit Endometriose. Denn aufgrund der komplexen Beschwerdebilder ist es häufig schwierig, eine Diagnose zu stellen. Es dauert daher oftmals mehrere Jahre bis die Erkrankung festgestellt wird.
Laut Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums ist etwa jede zehnte Frau zwischen 10 und 50 Jahren von Endometriose betroffen. Allein in Bayern sind es Schätzungen zufolge bis zu 460.000 Frauen. Der Freistaat Bayern unterstützt deshalb das Projekt EndoKI (Endometriose und Künstliche Intelligenz) am Universitätsklinikum Erlangen, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Universität Würzburg und der Technischen Universität München mit rund drei Millionen Euro. Ziel ist es, mithilfe künstlicher Intelligenz und moderner Bildgebung die Diagnose früher und standardisierter zu ermöglichen. Ultraschall- und MRT-Daten sollen zu einem dreidimensionalen Patientinnen-Modell zusammengeführt werden, um Endometriose-Herde präziser zu erkennen und Behandlungen besser zu planen.
