Schwangere Frau mit Mutterpass in der Hand.

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Die Frauenärztliche Vorsorge schützt Frauen und Kinder vor Hepatitis B

29.07.2025

Die Hepatitis B ist eine entzündliche Lebererkrankung. Sie wird durch das Hepatitis B-Virus (HBV) verursacht und ist weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Wird sie chronisch, kann sie zu Krankheiten wie Leberzellkrebs oder Leberzirrhose führen.

Die Hepatitis-B-Impfung ist deshalb seit 1995 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) in den Katalog der empfohlenen Impfungen für Kinder und Jugendliche aufgenommen. Bei vielen Reisen wird sie zudem angeraten oder zur Einreise vorausgesetzt. Meist wird die Impfung ab dem zweiten Lebensmonat im Rahmen der 6-fach Impfung zusammen mit den Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hib und Polio (Kinderlähmung) gegeben. Alternativ kann die Hepatitis B-Impfung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nachgeholt werden.

Es kann vorkommen, dass Frauen mit Kinderwunsch nicht gegen Hepatitis B geimpft sind. Hepatitis B-infizierte Mütter können während der Geburt, beim Stillen oder durch den engen körperlichen Kontakt das Virus auf den Säugling übertragen. Um das zu verhindern, findet ein Hepatitis-B-Screening während der Schwangerschaft statt. Ist eine Frau infiziert, können vorbeugende Maßnahmen getroffen werden, um das Baby zu schützen.

Der Berufsverband der Frauenärzte e. V. hat anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli 2025 auf die Bedeutung der frauenärztlichen Vorsorge für die Prävention und frühzeitige Erkennung von Hepatitis-B-Infektionen hingewiesen. Frauenärztinnen und Frauenärzte leisten gerade in der Schwangerenvorsorge einen entscheidenden Beitrag zur Prävention. Im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinie wird so früh wie möglich in der Schwangerschaft auf Hepatitis B untersucht. Bei einem positiven Hepatitis-Befund ist damit sichergestellt, dass rechtzeitig eine therapeutische Maßnahme eingeleitet werden kann und eine Übertragung auf das Kind idealerweise nicht stattfindet.