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Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen

23.09.2026

Zu den bekanntesten sexuell übertragbaren Infektionen (STI) zählen neben HIV und Syphilis Chlamydien und HPV (Humane Papillomviren). Unbehandelt können STI schwere Folgen haben. Betroffene sollten sich frühzeitig ärztlichen Rat suchen.

Anlässlich des Welttags der sexuellen Gesundheit am 4. September 2026 haben der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. (BVF) und die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) erklärt, worauf bei STI zu achten ist. Zudem haben sie Betroffene ermutigt, STI frühzeitig und ohne Scham in der Frauenarztpraxis anzusprechen und abklären zu lassen.

STI nehmen seit Jahren zu. In Deutschland meldete das Robert Koch-Institut 2024 einen Höchststand bei den Syphilis-Fällen. Umso wichtiger sind eine gute Aufklärung und ein selbstverständlicher Umgang mit dem Thema STI.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Risiko einer STI zu verringern. So schützen Kondome und Femidome vor einer HIV-Infektion und verringern das Risiko einer Ansteckung mit anderen STI. Gegen HPV, einen der Hauptverursacher von Krebserkrankungen im Genitalbereich wie beispielsweise Gebärmutterhalskrebs, gibt es für Kinder und Jugendliche eine Schutzimpfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen HPV im Alter von 9 bis 14 Jahren.

Eine wichtige Informationsplattform in der STI-Prävention ist die Initiative LIEBESLEBEN des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zur Förderung sexueller Gesundheit: www.liebesleben.de. Hier werden speziell junge Erwachsene sowie auch Eltern angesprochen, um die Wichtigkeit des Schutzes vor STI zu verdeutlichen.