Hauptinhalt
Null Promille Alkohol in der Schwangerschaft
16.09.2026
Anlässlich des Welttags des alkoholgeschädigten Kindes am 9. September 2026 betonte der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. (BVF), dass nur 0,0 Promille Alkohol in der Schwangerschaft wirklich sicher sind.
In Deutschland dürfen als alkoholfrei ausgelobte Getränke bis zu 0,5 Volumenprozent Restalkohol enthalten, ohne dass dies auf dem Etikett stehen muss. Das gilt etwa für alkoholfreies Bier, Malzbier und für alkoholfreien Wein und Sekt, die Restalkohol enthalten können. Für Schwangere kann die Bezeichnung „alkoholfrei" irreführend sein, weil sie eben nicht automatisch bedeutet, dass gar kein Alkohol enthalten ist.
Alkohol ist ein Zellgift und kann schon in kleinen Mengen die Entwicklung des Fötus im Mutterleib negativ beeinträchtigen. Besonders das Gehirn des ungeborenen Kindes ist empfindlich. Dort kann Alkohol das Nervensystem bleibend schädigen. Für einen gesunden Start ins Leben sollten Schwangere deshalb komplett auf Alkohol verzichten. Auch werdende Väter, Freunde, Familie und Kollegen sind gefragt, Frauen zu unterstützen, keinen Alkohol in Schwangerschaft und Stillzeit zu sich zu nehmen.
Der BVF rät deshalb, bei als „alkoholfrei" ausgelobten Getränken und Lebensmitteln genau hinzuschauen oder im Zweifel nachzufragen. Wer sichergehen möchte, greift zu Produkten mit ausgewiesenen 0,0 Prozent oder verzichtet auf Alternativen, deren Alkoholgehalt nicht eindeutig deklariert oder zu erkennen ist.
Für Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben, kann der Konsum lebenslange Folgen haben. In Deutschland werden noch immer jedes Jahr tausende Kinder mit sogenannten Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) geboren. Sie weisen Verhaltensauffälligkeiten wie Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Lern- und Sprachprobleme auf. Das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) gilt dabei als die schwerste Form dieser Schädigung. Neben Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsverzögerungen können auch körperliche Fehlbildungen des Skeletts, des Gesichts und der Extremitäten sowie Funktionsstörungen der Nieren oder des Herzens auftreten.
Mehr erfahren
Hier gibt es mehr Infos
Zur Pressemeldung des Berufsverbands der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. (BVF)
Zur Website der Präventionskampagne "Schwanger? Null Promille!“
Zum Deutschen FASD KOMPETENZZENTRUM Bayern
Zu weiteren Infos auf der Website des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
