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Verhütung bei Hitze und auf Reisen
20.08.2026
Im Sommerurlaub können ungewohnte Hitze, Zeitverschiebung, Schlafmangel und Reiseerkrankungen den Körper – und damit auch den Zyklus von Frauen – beeinflussen. Zugleich bringen ungewohnte Tagesabläufe oder andere Zeitzonen auch die Verhütungsroutine durcheinander. Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. (BVF) informiert darüber, was Frauen beachten sollten.
Große Hitze kann den Körper belasten und dazu führen, dass sich der weibliche Zyklus verkürzt oder verlängert und die Monatsblutung früher oder später einsetzt. Bleibt sie aus und ist eine Schwangerschaft möglich, sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. An heißen Tagen sollten Frauen daher regelmäßig trinken und auf eine ausreichende Versorgung mit Elektrolyten und Magnesium achten.
Zeitverschiebung und veränderte Tagesabläufe können die gewohnte Einnahmeroutine durcheinanderbringen. Frauen, die ein orales Kontrazeptivum einnehmen, sollten sich vorher noch einmal über das genaue Einnahmefenster in ihrer Packungsbeilage informieren. Eine Zeitverschiebung macht die Verhütung nicht automatisch unwirksam: Entscheidend ist, dass der zulässige Abstand zwischen zwei Tabletten eingehalten wird. Ein vorab festgelegter Einnahmeplan und eine Erinnerungsfunktion im Smartphone können dabei helfen, Fehler zu vermeiden.
Zudem sollte man auch auf Reiseübelkeit oder eine Magen-Darm-Krankheit vorbereitet sein. Erbrechen kurz nach der Einnahme oder länger anhaltender Durchfall können verhindern, dass die Wirkstoffe vollständig aufgenommen werden. Dann gelten die Hinweise des jeweiligen Präparats in der Packungsbeilage für eine vergessene Einnahme. Je nach Präparat und Dauer der Beschwerden kann vorübergehend eine zusätzliche Verhütung mit Kondom erforderlich sein. Kupfer- und Hormonspiralen sowie Verhütungsimplantate sowie auch Kondome werden durch Magen-Darm-Erkrankungen nicht in ihrer Wirkung beeinträchtigt.
Frauen, die mit einer symptothermalen Methode verhüten, sollten mögliche Störfaktoren wie veränderte Messzeiten, kurze oder unterbrochene Nächte, Alkoholkonsum, Fieber oder Erkrankungen dokumentieren. Lässt sich das fruchtbare Zeitfenster nicht sicher bestimmen und kein Kinderwunsch bestehen, sollte zusätzlich mit Kondomen verhütet werden.
Unabhängig davon, wie die Verhütung erfolgt, schafft eine gute Vorbereitung Sicherheit. Der Reisecheck des BVF auf einen Blick:
- Verhütungsmittel in ausreichender Menge und mit Reserve einpacken
- Einnahmezeiten bei Reisen mit Zeitverschiebung beachten und vorab planen
- Tabletten und Kondome vor Sonne, Hitze und Beschädigung schützen, nicht im Kofferraum oder in heißen Räumen aufbewahren
- Bei Erbrechen oder Durchfall die Regeln des jeweiligen Präparats zum Einnahmezeitraum beachten
- Störfaktoren bei natürlicher Familienplanung sorgfältig dokumentieren
- Bei einer Verhütungspanne schnell ärztlich beraten lassen
- Auffällige Beschwerden ärztlich abklären lassen
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Hier gibt es mehr Infos:
Zur Pressemeldung des Berufsverbands der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. (BVF)
