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Tipps gegen Reiseübelkeit bei Kindern
14.08.2026
Viele Familie fahren mit dem Auto in den Urlaub. Für manche beginnt die Reise allerdings mit Übelkeit auf der Rückbank statt mit Vorfreude auf das Urlaubsziel. Besonders Kinder sind häufig betroffen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte e. V. (BVKJ) gibt Tipps, wie sich mit einigen einfachen Maßnahmen, das Risiko reduzieren lässt.
Reiseübelkeit entsteht, wenn das Gehirn Sinneseindrücke verarbeitet, die nicht zueinander passen. Der Körper registriert die Bewegung des Fahrzeugs, während die Augen beispielsweise beim Lesen oder beim Blick auf Smartphone oder Tablet eher Ruhe wahrnehmen. Die Folge dieser widersprüchlichen Eindrücke können Übelkeit, Schwindel, Blässe und Erbrechen sein.
Eltern können einiges tun, um Reiseübelkeit vorzubeugen oder abzuschwächen. Hilfreich ist ein Sitzplatz mit freier Sicht nach vorne. Kinder sollten möglichst auf die Straße oder auf einen festen Punkt am Horizont schauen. Auch eine ruhige, vorausschauende Fahrweise trägt zu einer entspannteren Reise bei. Bewährt haben sich außerdem eine leichte Mahlzeit vor Fahrtbeginn, ausreichend Getränke, regelmäßige Pausen an der frischen Luft, Hörspiele, Hörbücher oder Musik sowie der Verzicht auf Lesen, Smartphone, Tablet und Handheld-Konsolen. Intensive Gerüche im Fahrzeuginnenraum können bestehende Übelkeit zusätzlich verstärken.
Medikamente gegen Reiseübelkeit können bei Kindern mit ausgeprägter Symptomatik im Einzelfall sinnvoll sein. Sie sollten altersgerecht angewendet und entsprechend den Dosierungsempfehlungen eingesetzt werden. Eltern sollten sich vor der Anwendung über mögliche Nebenwirkungen informieren. Gelegentlich treten statt Müdigkeit auch Unruhe oder Erregungszustände auf.
Sicherheit hat auf jeder Fahrt Vorrang. Bei ersten Anzeichen von Übelkeit empfiehlt sich die nächste Fahrpause. Frische Luft und etwas Bewegung tragen häufig dazu bei, dass sich Kinder rasch wieder wohler fühlen.
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Hier gibt es mehr Infos
Zur Pressemeldung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärztinnen und Jungendärzte e. V. (BVKJ)
