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Warnung vor Risiken durch Zecken
10.08.2026
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach hat mit Blick auf die Ferienzeit vor Risiken durch Zecken gewarnt. Durch Zecken können Bakterien und Viren übertragen werden, die gefährliche Krankheiten wie Lyme-Borreliose und FSME auslösen können. Für beide Erkrankungen sind die Fallzahlen in Bayern weiterhin hoch.
FSME ist die Abkürzung für "Frühsommer-Meningoenzephalitis". FSME-Viren werden in der Regel durch Zeckenstiche übertragen. Sie können Entzündungen des Gehirns, der Gehirnhaut oder des Rückenmarks verursachen. Bei Kindern verläuft eine FSME meist leichter als bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen. Aber auch bei Kindern kann die Krankheit schwer verlaufen. FSME tritt vor allem in Bayern und Baden-Württemberg auf. Laut Robert Koch-Institut ist weiterhin fast ganz Bayern als FSME-Risikogebiet eingestuft.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten oder dort wohnen, einen Impfschutz gegen FSME als sichersten Schutz vor der Krankheit. Dies gilt für alle, die sich in der Natur aufhalten wie Spaziergänger, Camper, Jogger oder Kinder, die oft im Freien spielen und dort von Zecken gestochen werden können. Auch Stadtparks und Gärten sind Lebensräume für Zecken. Obwohl das Risiko einer FSME-Infektion im Frühjahr und Sommer am höchsten ist, können Zecken auch bis in den Winter hinein aktiv sein. Zudem besteht auch in einigen beliebten Urlaubsländern ein erhöhtes Risiko einer FSME-Infektion. Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach rät deshalb, den Impfstatus rechtzeitig überprüfen zu lassen. Kinder können ab dem ersten Geburtstag gegen FSME geimpft werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin beziehungsweise Ihrem Kinderarzt über die Impfung.
Die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Deutschland ist die Lyme-Borreliose. Gut erkennbar ist die Lyme-Borreliose an der sogenannten Wanderröte, einer ringförmigen Rötung um die Zeckenstichstelle. Gegen die Infektionskrankheit gibt es derzeit leider noch keine Impfung, sie kann aber gut mit Antibiotika therapiert werden.
Einfache Maßnahmen können dabei helfen, Zeckenstiche zu vermeiden: lange Kleidung, Insektenschutzmittel und das gründliche Absuchen des Körpers nach einem Aufenthalt in der Natur. Im Rahmen der Kampagne „Lass dich nicht ZECKEN!“ stellt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit kostenloses Material zur Prävention von Zeckenstichen und zeckenübertragenen Krankheiten zur Verfügung.
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Zur Pressemeldung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention
Zu Infomaterialien im Rahmen der Kampagne „Lass dich nicht ZECKEN!“
