Biographische Aussagen und Einschätzungen von erwachsenen Regenbogenkindern
Biographische Aussagen und Einschätzungen von erwachsenen Regenbogenkindern haben in etwa folgenden Tenor:
- Reibungspartner in der Pubertät werden nach anderen Kriterien gesucht und gefunden. Hier ist nicht die Rollenverteilung wichtig, sondern wer es mit mir heute "aufnehmen" kann.
- Durch den offeneren Umgang der Eltern mit der eigenen Sexualität und oft noch sehr tabuisierten Themen, wie z.B. jede Form von Sexualität, AIDS usw. wissen die Jugendlichen mehr.
- Die Vermittlung geschlechtspezifischer Dinge (z.B. Rasieren bei Jungen) wird sehr bewusst und vor allem kreativ vermittelt und gelöst.
- Das Loslassen der heranwachsenden Kinder ist von Seiten der Eltern selbstverständlicher und wird als wieder gewonnene Freiheit/Zweisamkeit empfunden.
- Selbstbewusst erzogene Kinder lassen ihrerseits das Elternhaus früher los.
- Der Umgang von Regenbogenkindern mit Sexualität und Partnerwahl ist differenzierter und sensibler.
- In der Pubertät wird allerdings das all zu viele "Outing" bei Neukontakten als sehr nervig und unangenehm empfunden. Dies bedeutet für die Jugendlichen eine zusätzliche Belastung zu ihren Pubertätsproblemen.
- Regenbogenkinder finden ihr Familienmodell selten in der Gesellschaft und in ihrem sozialen Umfeld.
- Um Regenbogenfamilien einen gleichen Stellenwert in der Gesellschaft zu ermöglichen, ist es dringend erforderlich, dass durch Kindergarten und Schule auch diese Familienmodelle reflektiert werden.
- Die Vermittlung und Darstellung von Regenbogenfamilien gehört auch in die Aus- und Weiterbildung.




