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Mütterzentrum / Mütterzentren

Von Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-MailMargarete Schmidt

Mütterzentren gibt es bereits seit Anfang der 80-er Jahre. Diese sind als Ergebnis eines Forschungsprojekts am Deutschen Jugendinstitut entstanden. Dabei ging es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Mütter mit ihren Kindern Möglichkeiten finden, ihren Alltag zu entlasten. Inzwischen gilt das "Mütterzentrum" als ein beispielhaftes Modell der Familienselbsthilfe, das übertragbare Aspekte für viele Bereiche des sozialen Lebens in der Gesellschaft erarbeitet hat. Derzeit gibt es in Deutschland etwa 450 Mütterzentren. Jedes für sich ist jedoch anders ausgeprägt. Die Basis aller Mütterzentren sind folgende konzeptionelle Schwerpunkte:

  • Mütter sind Praxisexpertinnen;
  • Eigene Räume als feste Anlaufstellen und offene Zugangsmöglichkeiten;
  • Honorare trotz Selbsthilfeprinzip, wobei der größte Teil der anfallenden Arbeit ohnehin ehrenamtlich geleistet wird;
  • Kinder sind immer dabei.

Mütterzentren sind offene Treffpunkte für Mütter und Väter. Es sind Räume die von Müttern und Vätern selbst gestaltet und verwaltet werden. Jede Mutter bzw. jeder Vater kann sich in einem MÜZE einbringen wie sie / er will. Es gilt das Prinzip: "Jede Mutter, jeder Vater kann etwas, das in das Mütterzentrum eingebracht werden kann und darf – aber nicht muss". Mütter und Väter können u.a. in Mütterzentren Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig unterstützen, selber Neues lernen, eigenes Können weitergeben oder einfach nur gemütlich beisammen sitzen, bei gleichzeitiger Kinderbetreuung. Väter und Mütter finden so Entlastung und Ermutigung, kommen mit anderen Müttern und Vätern in Austausch und bekommen somit wiederum Anregungen für den Umgang mit Problemen im Alltag. Mütterzentren mischen sich gesellschaftlich und politisch ein. Mit Hilfe der Mütterzentren gelingt es gerade durch die Krise der öffentlichen Hand, neu auftretende Lücken anzugehen und zu schließen.

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Letzte Aenderung: 16.02.2009