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Klinikkoffer

Was brauchen Sie für sich und das Baby in der Klinik und die ersten Tage zu Hause? Checkliste zum Download: Startet den Datei-DownloadKlinikkoffer.pdf

Aktuelles zum Thema

06.12.11 10:24

Erhöhte Risiken bei Hausgeburten

Fast 10% aller Schwangeren in Deutschland, die zu Hause entbinden, müssen wegen Komplikationen...

22.06.11 14:45

Modeerscheinung Kaiserschnitt?

Prominente Mamas machen’s vor: Ob Madonna, Claudia Schiffer, Britney Spears oder Verona Pooth. Sie...

04.04.11 09:59

Jetzt per Newsletter - Schwangerschaftsbegleiter und Elternbriefe

Virtuelle Begleiter durch die Zeit der Schwangerschaft und die ersten Lebensjahre bietet die...

18.01.11 15:32

Symposium "Gen und Psyche - Vernunftehe oder Partnerschaft"

Der Verein "Psychosoziale Aspekte der Humangenetik (vpah) e.V." veranstaltet am 16.03.2011 in...

09.08.10 13:56

Kaiserschnittrate - in Bayern steigend

Wie es sich mit der Anzahl der Kaiserschnittrate in Bayern verhält, das wollte die...

05.07.10 15:28

Familienpädagogische Weiterbildung für Hebammen - MAJA-Projekt

Hebammen sind wichtige Beraterinnen und Begleiterinnen für Eltern während der Schwangerschaft und...

28.07.08 13:24

Babyfreundliches Krankenhaus - drei bayerische Kliniken bisher ausgezeichnet

Das St. Theresien-Krankenhaus in Nürnberg, das Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg und das...

29.10.07 15:17

Gynäkologische Ambulanz für Frauen mit Behinderung

Die Amper Kliniken AG in Dachau richtet eine gynäkologische Sprechstunde/Ambulanz für Frauen und...

16.03.06 10:48

Stationäre Entbindung im Geburtshaus - keine vollständige Kostenerstattung durch die Krankenkasse

Bei einer stationären Entbindung im Geburtshaus ist die Krankenkasse nur verpflichtet, die Kosten...

Entbindung

Von Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-MailBrigitte Killinger

1 Wo können Sie entbinden?

1.1 Krankenhaus

  • Stationär: Die meisten der werdenden Mütter gehen zur Entbindung in ein Krankenhaus. Der Kreißsaal hat heute meist eine wohnliche Atmosphäre und eine gute Ausstattung. Es stehen je nach Klinik: Pezzibälle, Gebärhocker, in sämtliche Variationen verstellbare Entbindungsbetten sowie alle technischen Überwachungsmöglichkeiten für Mutter und Kind zur Verfügung. In manchen Kliniken besteht auch die Möglichkeit der Unterwassergeburt.
    Bei den Geburtsvorbereitungskursen können Sie sich darüber informieren und auch den Kreißsaal besichtigen. Mutter und Kind bleiben nach der Geburt noch etwa 3 bis 4 Tage in der Klinik.
  • Ambulant: Manche Mütter wollen nach der Geburt schnell wieder nach Hause. Deshalb kommen sie zur Entbindung nur einige Stunden (4 bis 24) ins Krankenhaus. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Schwangerschaft normal verläuft und keine Komplikationen erwartet werden. Die Entbindung muss ohne Schwierigkeiten und ohne medizinischen Eingriff verlaufen. Selbst besorgt werden muss die Wochenbett-Betreuung zu Hause durch eine freie Hebamme. Die Kosten hierfür übernimmt die Krankenkasse.

1.2 Geburtshaus

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterLink zum Thema "Geburtshaus"

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1.3 Hausgeburt

Die Hausgeburt setzt besonders sorgfältige Voruntersuchungen voraus. Sie ist am ehesten für Frauen geeignet, die schon ein Kind ohne Komplikationen zur Welt gebrachten haben. Entscheiden Sie sich für eine Hausgeburt, suchen Sie sich eine freie Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterHebamme, die Sie betreut. Eine gut ausgestattete Klinik sollte im Interesse Ihres Kindes für den Notfall schnell zu erreichen sein.

2 Die richtige Klinik für Sie und Ihr Kind

Wenn Sie sich entschieden haben, wie Sie Ihr Kind bekommen möchten (sanfte Geburt nach Dr. Leboyer, Methoden nach Dick-Read, Lamaze, Unterwassergeburt ...rooming-in) müssen Sie sich die Klinik suchen, die mit dieser Methode entbindet (Infos in Geburtsvorbereitungskursen, Mütterschulen, Hebammen).
Bei einer Klinik oder einer ambulanten Geburt sollten Sie auch auf folgendes achten:

  • Wie gut ist die technische und die personelle Ausstattung?
  • Gibt es auch nachts und am Wochenende immer einen Geburtshelfer, Hebamme, einen Facharzt?
  • Wie ist die anästhesiologische Versorgung (Narkosefacharzt)?
  • Gibt es eine Intensivbehandlungsmöglichkeit oder ein Kinderkrankenhaus in der Nähe für Neugeborene und Frühgeborene?
  • Darf der Vater/Begleitperson während der Geburt dabei sein? Wie ist es beim Kaiserschnitt?
  • Wird der Wehentropf automatisch eingesetzt oder nur wenn nötig?
  • Welche Hilfen gegen den Wehenschmerz werden angeboten?
  • Welche Betäubungsmittel werden wann eingesetzt, wird "sanfte Medizin", z.B. homöopathische Mittel, Bachblütenessenzen und/oder Akupunktur/ Akupressur, Massage eingesetzt?
  • Wird der Dammschnitt routinemäßig gemacht oder nur wenn notwendig?
  • Gibt es das Rooming-in-System und wie wird es gehandhabt (z.B. nachts)?

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3 Was brauchen Sie für die Entbindung im Krankenhaus?

  • Für den Tag der Entbindung halten Sie rechtzeitig Ihre Tasche bereit mit: Morgenrock, Nachthemden (sollen für das Stillen vorne aufknöpfbar sein), Hausschuhen und Toilettenartikeln, ggf. Stillbüstenhalter.
  • Für den Nachhauseweg mit dem Baby brauchen Sie: Hemdchen, Windeln, Strampelhöschen, Jäckchen und Mütze sowie eine Tragetasche mit Sicherung für das Auto.
  • Nicht vergessen, die notwendigen Urkunden: Personalausweis, Mutterpass und Stammbuch sowie Krankenversicherungskarte.
  • Wenn Sie telefonieren möchten, nehmen Sie bitte etwas Kleingeld oder eine Telefonkarte mit. Die Benutzung von Handys ist in vielen Krankenhäusern verboten.

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4 Verlauf der Geburt

Wenn die Wehen (Hartwerden der Gebärmutter) in Abständen von 10 bis 15 Minuten auftreten, ist es Zeit die Klinik/ Geburtshaus aufzusuchen oder die Hebamme für eine Hausentbindung zu rufen.
Alarmzeichen, die in jedem Falle ein sofortiges Aufsuchen der Klinik erforderlich machen sind:

  • Abgang von Fruchtwasser
  • Blutungen oder Abgang von blutigem Schleim

Die Geburt beim Menschen erfolgt in drei zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten:

Eröffnungsperiode = Der Muttermund der Gebärmutter öffnet sich.
Mit den immer häufigeren und kräftigeren Eröffnungswehen öffnet sich der Muttermund von ursprünglich 2 mm auf 10 - 12 cm Durchmesser, so dass sich der Kopf des Kindes hinausschieben kann. Im Rahmen der Schwangerschaftsvorbereitung gelernte Übungen helfen gegen die Schmerzen. Ärztlicherseits gegebene Medikamente können ebenfalls Schmerzen lindern oder durch betäubende Maßnahmen sogar ausgeschaltet werden.
Besprechen Sie mit Ihrem Arzt lange vor dem Geburtstermin, welche Entbindungsart Sie vorziehen.

Austreibungsperiode = Wenn sich der Muttermund völlig eröffnet hat, beginnen die Austreibungswehen. Sie verspüren einen unwiderstehlichen Pressdrang. In 3 - 5 minütigem Wehenabstand verkürzt sich der Gebärmuttermuskel. Unter Führung durch Hebamme und Arzt unterstützen Sie jetzt die Arbeit der Gebärmuttermuskulatur durch Mitpressen. In den dazwischen liegenden Atempausen versorgen Sie sich und Ihr Kind durch tiefes Einatmen mit genügend Sauerstoff. Wenn der Kopf am Scheideneingang erscheint, darf die Mutter nicht mehr pressen. Der Kopf soll möglichst langsam geboren werden. Dabei legt der Arzt oft den Dammschnitt an, um den Durchtritt des Kopfes zu erleichtern und um die Beckenbodenmuskulatur zu entlasten, damit es nicht zu Risswunden kommt. Sie empfinden keinen Schmerz, weil die Blutzufuhr gedrosselt ist und sich die Haut in diesem Moment durch die starke Dehnung des Beckenausgangs so spannt, dass man den Schnitt nicht spürt. Die Mutter kann den Austritt des kindlichen Köpfchens miterleben und teilweise schon vor dem Abnabeln das Neugeborene auf Ihren Bauch oder an Ihre Brust nehmen.

Nachgeburtsperiode = die Gebärmutter stößt den Mutterkuchen aus.
Innerhalb weniger Minuten nach der Geburt des Kindes ist im allgemeinen die Plazenta gelöst. Die Gebärmutter zieht sich weiter zusammen und der Mutterkuchen wird samt den Eihäuten durch Zug an der Nabelschnur aus der Gebärmutter entfernt. Der Mutterkuchen muss sorgfältig auf Vollständigkeit untersucht werden. Falls ein Dammschnitt gemacht wurde, näht der Arzt diesen nun unter Lokalanästhesie.

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5 Das Neugeborene

Nach dem Austreten aus dem Mutterleib wird die Nabelschnur des Kindes doppelt abgeklemmt und dazwischen durchtrennt. Aus Mund- und Nasenhöhle sowie aus dem Rachenraum wird Sekret und Fruchtwasser abgesaugt. Die wichtigsten Lebensfunktionen des Kindes werden beurteilt (Herzschlag, Atmung, Reflexe, Hautdurchblutung); sh. Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterNeugeborenenscreening.
Sicher sind Sie nach der Geburt noch erschöpft - aber genießen Sie dieses überwältigende Gefühl von Freude, Rührung, Glück und Dankbarkeit!

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Letzte Aenderung: 29.07.2011