Gewalt in der Familie

 

 

Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt lässt sich klar definieren, Sie umfasst alle Fälle von physischen, psychischen (etwa Demütigung oder Psycho-Terror) und sexuellen Übergriffen, die vom (Ex-) Partner ausgehen.

Repräsentative Studien zeigen, dass rund jede vierte Frau in Deutschland zwischen 16 und 85 Jahren ein- oder mehrmals im Leben Opfer von Gewalt in der Partnerschaft wird.

Häusliche Gewalt bleibt oft unerkannt und betrifft alle sozialen Schichten. Es zeigt sich jedoch, dass bestimmte Lebensumstände die Gewaltbereitschaft zusätzlich erhöhen und es daraufhin zu einer Eskalation kommt. So können sich z.B. auch Schwangerschaft und Geburt bedrohlich auf eine Partnerschaft auswirken: zum einen verstärkt sich jetzt die Abhängigkeit der Partner, zum anderen steigt für beide die oft als belastend empfundene Verantwortung. Die Partnerschaft wird damit auf eine harte Probe gestellt.

Besondere Ausprägung der innerfamiliären Gewalt gegen Frauen ist z. B. auch die Zwangsverheiratung.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Gewaltschutz.

Opfer von psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt können sich jederzeit an die Polizei (Notrufnummer 112), an Frauenhäuser, Notrufe oder Schwangerschaftsberatungsstellen sowie an andere Beratungsstellen wenden.

 

Betroffenheit von Kindern

Auch wenn Kinder nicht selbst unmittelbar Opfer von Gewalttaten innerhalb der Familie sind, so leiden sie bei häuslicher Gewalt immer mit.

Sie erleben sich selbst meist als hilflos und müssen die Tat als solche sowie deren Folgen mit ansehen. Schuldgefühle, Ängste und andere seelische Belastungen sind oft die Folge. Jede Form von Gewalt in der Familie ist ernst zu nehmen.

Sind Kinder von Gewalt betroffen, stehen die Fachkräfte der Jugendämter als zentrale Ansprechpartner für eine weiterführende Abklärung und gegebenenfalls für eine Hilfestellung zur Verfügung. Weitere Adressen und Ansprechpartner finden Sie unter kinderschutz.bayern.de oder aerzteleitfaden.bayern.de.

Informationen speziell zum Kinderschutz in Bayern stehen unter kinderschutz.bayern.de zur Verfügung.

 

Frauenhäuser

Frauenhäuser sind sichere und professionelle Schutzeinrichtungen nur für Frauen und deren Kinder, die Gewalt ausgesetzt sind oder bedroht werden. Frauenhäuser sind rund-um-die-Uhr erreichbar und bieten neben sicheren Unterbringungsmöglichkeiten auch Beratung und Begleitung an.

Hier finden Sie Informationen zu den Frauenhäusern in Bayern.

 

Notrufe

Notrufe sind ambulante Beratungsstellen, die sich auf die Beratung von Frauen und Kindern spezialisiert haben, die Opfer von sexueller oder körperlicher Gewalt geworden sind. Ebenso wie Frauenhäuser leisten bei Notrufen qualifizierte Beraterinnen Hilfe und Unterstützung in allen das Opfer betreffenden Fragen.

Hier finden Sie die Telefonummern der Notrufe in Bayern.

Ein bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen erreichen Sie unter der kostenlosen Telefonnummer 08000-116 016.

Weitere Information finden Sie auch unter www.hilfetelefon.de


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