Wiedereinstieg in den Beruf

 

Heute möchten immer mehr Frauen nach der Geburt ihres Kindes wieder ihrem Beruf nachgehen.
Die Zeit der Pflege und Betreuung der Kinder kann dabei unterschiedlich lang ausfallen – manche Frauen bleiben nach der Elternzeit noch einige Monate oder Jahre zu Hause, um sich um die Kinder und die familiären Angelegenheiten zu kümmern.
Andere möchten recht schnell wieder in den Beruf zurückkehren.
Dabei gibt es unterschiedliche Arbeitsmodelle; viele Mütter arbeiten in Teilzeit, nehmen Telearbeitsplätze oder Arbeitszeitkonten in Anspruch.
Derzeit kehrt fast die Hälfte der Frauen, die eine familienbedingte Pause einlegen, wieder zurück in den Beruf.

Wie sich Ihr Rentenanspruch aufgrund Ihres beruflichen Wiedereinstiegs steigert, können Sie anhand des Wiedereinstiegsrechners des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermitteln.

Staatliche Unterstützung in Form von Elternzeit und Elterngeld gestattet selbstverständlich auch den Vätern, sich eine berufliche Auszeit zu nehmen und sich dem Nachwuchs zu widmen.

 

Teilzeitarbeit

Vor allem Frauen sind nach der Geburt eines Kindes oft in Teilzeit erwerbstätig, um neben dem Beruf Zeit für die Familie zu haben..
Einen Anspruch auf Teilzeitarbeit haben alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die in einem Betrieb arbeiten mit mindestens 15 Beschäftigten und die länger als sechs Monate bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt sind. Der Teilzeitarbeit dürfen aber keine betrieblichen Gründe entgegenstehen.
Ein Anspruch, zu einer vollen Erwerbstätigkeit zurück zu kehren, besteht nicht.
Möchte der Teilzeitbeschäftigte seine Arbeitszeit erhöhen, muss der Arbeitgeber diesen jedoch bei der Besetzung einer freien Stelle bevorzugen.

Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge

 

Kinderbetreuung

Heute nutzen viele Mütter/Familien das Angebot, ihr Kind in einer Krippe, einem Kindergarten oder von einer Tagesmutter betreuen zu lassen.
Gerade berufstätige Eltern / Mütter profitieren vom Ausbau der Betreuungsplätze in den letzten Jahren.
Die meisten Eltern wünschen sich für ihr Kind eine zuverlässige, liebevolle und pädagogisch kompetente Fremdbetreuung, in der ihr Kind Kontakte zu Gleichaltrigen hat und von den Betreuungspersonen gefördert und unterstützt wird.

Neben den bereits genannten Krippen und Kindergärten gibt es weitere (Fremd-) Betreuungsmöglichkeiten wie Tagesmütter, Babysitter, Au-Pair Mädchen sowie für Schulkinder Horte, Ganztagsschulen und Mittagsbetreuung. Manche Arbeitgeber organisieren auch betriebliche Betreuungsangebote.

Nicht zu vergessen sind die privaten Möglichkeiten der Betreuung über die Großeltern, andere Verwandte oder den Freundeskreis.

Hier finden Sie weitere Informationen zu verschiedenen Betreuungsangeboten.

 

Frühe Förderung der Kleinen

Kinder, die eine Betreuungseinrichtung besuchen, werden in ihrer sprachlichen, motorischen und sozialen Entwicklung gefördert.

 

Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz

Seit August 2013 besteht für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, etwa in der Kindertageseinrichtung (Kita) oder in der Tagespflege.


Die Kommunen müssen ein bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsplätze sicherstellen. Ein Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer bestimmten Einrichtung besteht nicht.

 

 Betreuungskosten / Elternbeiträge

Für Kinderbetreuungsangebote werden Elternbeiträge erhoben, die regional, je nach Träger oder besonderem Konzept / Angebot unterschiedlich hoch ausfallen. Die Höhe der Beiträge ist in der Regel vom Einkommen, der Kinderzahl der Familie und dem Betreuungsumfang abhängig.

 

Aufgabenteilung / Mehrfachbelastung


Schon vor dem Wiedereintritt in das Berufsleben sollten Sie überlegen, wer sich wann um die Kinder kümmert, wer welche Aufgaben im Haushalt übernimmt und wo die Kinder fremdbetreut werden.

Wichtig für berufstätige Eltern ist zudem, dass genügend „Pufferzeiten“ sowie Zeiten eingeplant werden, in denen die Eltern sich erholen können.
Ein strikter Tagesplan, der getaktet ist durch Familie, Job, Abholzeiten im Kiga und den Pflichten im Haushalt ohne (zumindest kurze) Verschnaufpausen werden weder den Eltern noch den Kleinen gut tun.

Zudem sollten Sie schon zu Anfang einen „Notfallplan“ erstellen: wer übernimmt die Pflege des Kindes bei Krankheit und in den Ferien?


Für Frauen, die nach der Geburt eines Kindes (wieder) ihrem Beruf nachgehen, bedeutet das oft eine erhöhte Belastung. Hier gilt es, sich ein gutes Netzwerk zu schaffen und die Hilfe und Unterstützung durch Verwandte und Freunde in Anspruch zu nehmen.