Namensrecht

Sie haben sich entschieden zu heiraten. Mit dieser Entscheidung stellt sich die Frage, soll es einen gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen) geben und wenn ja, welchen?
Als Ehename kann der Geburtsname oder der derzeit geführte Name des Mannes oder der Frau bestimmt werden.
Beispiel: Heiratet Lisa Huber einen Peter Meier, so kann als Ehename
„Meier“ oder „Huber“ gewählt werden.

Beide Ehegatten und auch die künftigen Kinder führen dann diesen Ehenamen als gemeinsamen Familiennamen.
Zusätzlich kann der Ehegatte, dessen Name nicht als Ehename gewählt wurde, dem Ehenamen seinen Geburtsnamen oder den gegenwärtig geführten Namen voranstellen oder anfügen.
Wählen die Eheleute im vorigen Beispiel den derzeitigen Namen der Frau als Ehenamen, also „Huber“, so kann Peter Meier künftig die Namen
„Huber“, „Huber-Meier“ oder „Meier-Huber“ führen.

„Dreifach-Namen“ dürfen auf diese Weise nicht entstehen.

Falls Sie keinen gemeinsamen Ehenamen bestimmen, behält jeder Ehegatte den zur Zeit der Eheschließung geführten Namen. Die Bestimmung des Ehenamens kann jedoch zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit nachgeholt werden.

Bei der Eheschließung bereits vorhandene gemeinsame Kinder
unter fünf Jahren erhalten den gemeinsamen Ehenamen automatisch.

Ab fünf Jahren ist die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters des Kindes (regelmäßig der Eltern) zur Änderung seines Namens erforderlich. Ab dem vierzehnten Lebensjahr ist die Einwilligung des Kindes selbst notwendig.

Von einem Elternteil mit in die Ehe gebrachte Kinder behalten bei der Eheschließung ihren Familiennamen. Es ist aber unter bestimmten Voraussetzungen mit Zustimmung des anderen Elternteils möglich, dem Kind den Ehenamen zu erteilen.

Ist einer der Partner nicht deutscher Staatsangehöriger, kann der künftige Name – auch bei einer Trauung vor einem deutschen Standesamt – nach dem Namensrecht seines Herkunftslandes gewählt werden. Dieses kann sich vom deutschen Namensrecht erheblich unterscheiden. Informieren Sie sich deshalb vorab beim Standesamt oder beim zuständigen Konsulat.
 

Zusätzliche Informationen

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Elternbriefe

Infos zu den Elternbriefen www.elternbriefe.bayern.de