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RSS - was ist das?

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Kinderarmut gleich Bildungsarmut!?

Mit der Steigerung der Preise für Grundnahrungsmittel wie Butter, Milch, Brot und auch Fleisch ist die Diskussion über Kinderarmut neu entbrannt.

In Deutschland leben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 1,93 Millionen (17%) Kinder unter 15 Jahren in Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen. Nach einem Bericht des Magazin „Stern“ vom 17.08.2007 ist seit der Einführung von Hartz IV  die Zahl der armen Kinder auf einen Höchststand geklettert.
Besonders bei der Ernährung und Bildung der Kinder wird in armen Familien gespart. Viele Kinder von Hartz IV-Empfänger können sich nicht einmal das Mittagessen in der Schulkantine leisten, was wiederum zu gesundheitlichen Problemen führt aufgrund falscher Ernährung und Bewegungsmangel.
Weitere Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Schulalltages sind bei armen Kindern durch den Sozialgeldsatz nicht gedeckt. Vielfach müssen die Kinder auf Ausflüge, Schwimmbadbesuche und etliche Freizeitaktivitäten verzichten.
Aus diesem Grund werden Forderungen an die Regierung immer lauter, die Regelsätze für Kinder und Jugendliche zu erhöhen. Er berücksichtigt in keiner Weise den tatsächlichen Bedarf der Kinder und Jugendlichen.

Wie etliche Studien (u. a. Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Frankfurt am Main) zu Armut und Zukunftschancen von Kinder und Jugendlichen in Deutschland belegen, haben Kinder aus armen Familien weniger Bildungschancen als Kinder aus Familien mit durchschnittlichem Einkommen. Sie besuchen mehrheitlich die Hauptschule und nicht das Gymnasium und erreichen den Hauptschulabschluss, höchstens aber den Realschulabschluss.

Die Union will aufgrund dieser erschreckenden Meldungen in einem Zehn-Punkte-Plan gegen Kinderarmut vorgehen. Laut Süddeutscher Zeitung vom 16.08.2007 („CDU will gegen Kinderarmut vorgehen“) fordern die Autoren zielgenaue Hilfs- und Beratungsangebote für Menschen, die von Armut betroffen sind.
Der Maßnahmenkatalog beinhaltet ein beitragsfreies letztes Kindergartenjahr (in Niedersachsen bereits ab August 2007), die Förderung von Betriebskindergärten, flexible Arbeitszeiten und der bereits beschlossene Ausbau des Betreuungsangebots für Kinder unter drei Jahren.
Allerdings wird eine Erhöhung des Regelsatzes für Hartz IV von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) abgelehnt.

Eine Verbesserung der Lebenssituation von Kinder und Jugendlichen aus Familien, die Hartz IV beziehen, lässt sich nur durch umfassende und weitreichende Maßnahmen erreichen.
Der UNICEF-Bericht gibt dazu den Regierungen klare Empfehlungen.
„Jede Regierung muss ihre Haushalts- und Sozialpolitik nach den Bedürfnissen von Kindern ausrichten und dabei vor allem auf das Zusammenwirken der Faktoren achten, die das wirtschaftliche Wohlergehen von Kindern bestimmen: Familie, Markt und Staat.
Für die Reduzierung von Kinderarmut muss jede Regierung Ziele und Zeitvorgaben festsetzen: Eine ähnliche Ausgangslage wie in Deutschland gibt es in Schweden. Nach Mitteilung von UNICEF schafft es der Staat dort mit seiner Sozialpolitik, Kinderarmut auf 3,4 Prozent zu senken -  ein Drittel der Rate in Deutschland.

Weitere Informationen:
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterUnicef - Deutschland
Magazin Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSTERN
Magazin Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterSPIEGEL
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterNetzwerk Sozialhilfe-Kinderarmut
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBundeszentrale für politische Bildung

30.08.2007 11:57 Alter: 5 Jahre
 
 

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Letzte Aenderung: 13.03.2012